Veröffentlicht am 8. Januar 2014

Die Musen sind gegangen

Um das verlorene Gedicht
Das ich mir hätte sein können
Habe ich stets getrauert
Ein Fremder wurde ich
Hier und da
Versucht der Liebe
Text zu schenken

Ich ging auf dich zu
trochäischen Schrittes

Und die einstigen Saufkumpanen:
Schenken schon lange nicht mehr ein
Den Morgenstunden träumend zu erliegen

Auch das Füllhorn der Denker und Weisen
Ist mächtig geschwätzig
Angeschwollen mit Eitelkeiten
Verunreinigt habe ich und
Geopfert dem Moloch Morgen
Schon jetzt
Die prallen Vokabeln
Nach denen der Sinn steht

Ich drehe mich um –
kann nicht mehr fixieren die Zeit

Und die Schmetterlinge
Jagte ich nutzlos
Heftete ich vergaste Körperkreuze
Aufs Brett
Dann auch Erdhöhlen befeiert
Mit ersten Erektionen
Spätere Aufstände nicht ausgeschlossen
Gegen Atomzerfall

Noch mutiger das Kauern
Vor Filmhelden mit den üblichen Verdächtigen
Im Laufe der Zeit
Geschissen sogar
Auf die schwarzen Schatten der Druckerzeugnisse

Nachtfalter!
So opfere mir doch deine verbliebenen
Stummelfarben
Deine Schreie
Dein Mahnen:

Hab acht!
Dies alles läuft leer
Und ohne Quelle das Meer
Dem großen Bruder Schlaf in die Arme
Wo Wörter noch
Warten


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