schwarz weiss lyrik

Dass der Mai

Für eine Weile klingt
Das Rotkehlchen die Goldammer
Vergessen der traurige Rest

Eintagsfliegen entschleunigen ihr knappes Gut
Dösen In der Mittagssonne
Wähnen sich daheim: High Noon

Ich vernehme das kaum
Käfer Raupen Zecken Getier
Eine Horde befällt mich

Erkundet mein verletztes Hemd
Hört nicht den drohenden Herzschlag
Dass der Mai mir gehört –

allein


Die Musen sind gegangen

Um das verlorene Gedicht
Das ich mir hätte sein können
Habe ich stets getrauert
Ein Fremder wurde ich
Hier und da
Versucht der Liebe
Text zu schenken

Ich ging auf dich zu
trochäischen Schrittes

Und die einstigen Saufkumpanen:
Schenken schon lange nicht mehr ein
Den Morgenstunden träumend zu erliegen

Auch das Füllhorn der Denker und Weisen
Ist mächtig geschwätzig
Angeschwollen mit Eitelkeiten
Verunreinigt habe ich und
Geopfert dem Moloch Morgen
Schon jetzt
Die prallen Vokabeln
Nach denen der Sinn steht

Ich drehe mich um –
kann nicht mehr fixieren die Zeit

Und die Schmetterlinge
Jagte ich nutzlos
Heftete ich vergaste Körperkreuze
Aufs Brett
Dann auch Erdhöhlen befeiert
Mit ersten Erektionen
Spätere Aufstände nicht ausgeschlossen
Gegen Atomzerfall

Noch mutiger das Kauern
Vor Filmhelden mit den üblichen Verdächtigen
Im Laufe der Zeit
Geschissen sogar
Auf die schwarzen Schatten der Druckerzeugnisse

Nachtfalter!
So opfere mir doch deine verbliebenen
Stummelfarben
Deine Schreie
Dein Mahnen:

Hab acht!
Dies alles läuft leer
Und ohne Quelle das Meer
Dem großen Bruder Schlaf in die Arme
Wo Wörter noch
Warten


KING WINGS

KING WINGS …sind trotzdem kein Gedicht


Großer Wagen

[Hymnus]

Pflückte ich Strahlen der Himmel
könnte ich lauschen der Zeit
arglos wollt ich verglimmen
unendlich satt und gescheit

So aber brechen die Wellen
bildschirmpoliert mir ins Hirn
Nahrung erquickt nur den Schnellen
zunehmend dumpf meine Stirn

Träum ich den Morgen herinnen
seh wie er zappelt und spricht
möcht diesem Schwerschlaf entrinnen
endlich in frühgraues Licht


Toccata und Fuge

Wie sie den Tag kommentieren
rückwärts
die Septakkorde durch die Stunden
flechten
kurz vor Toresschluss das Präludium
davor Schweigen


Heilkopf

[Sonett der Bürgerpflichten]

Schmieg betend dich an die Ufer des Arno
Dein Bauch sei der Kiesel Ruhestatt
Der Menschen Werk möge flirren dir über der Ebene
Öffne deiner Heimat die Schleusen des Horizonts

Zieh durch die Mooswälder mit dem Gewicht der Ohren
Am Himmelswind richte aus deine Glieder
Allein im Schatten der Zypressen mach Freunde dir
Stimm ein in die Seufzer der streunenden Hunde

Güte und Lehm sei deines Lebens Grund
Rede von deiner Seele als etwas anderem
Im Rudel sprich im Rhythmus zweier Augenpaare

Dreh dich nicht um auf der Reise nach Eden
Maßvollen Schrittes grüße die Ölbäume deines Herzens
Gib ab die Schlachtfelder und Tränen dem Allerersten


picture & poem
Gründliche Meditation

Gründliche Meditation

Butterflies and Zebras and Moonbeams

Butterflies and Zebras and Moonbeams

Rosendüfte

Rosendüfte

Oh, wie schön

Oh, wie schön

präfaktisch

präfaktisch

Alle hundert Jahr

Alle hundert Jahr

trochäischen Schrittes

trochäischen Schrittes

Unterm Grillteller

Unterm Grillteller

Eingreifen

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Autosuggestion

Autosuggestion